Mecklenburg-Vorpommern.NABU.de Projekte & Aktionen Schreiadlerschutz Illegale Jagd auf dem Zug
Erneut Schreiadler auf dem Zug geschossen
Erneut Schreiadler auf dem Zug geschossen
NABU unterstützt Vogelschutzcamps und fordert naturschutzgerechte Forstwirtschaft
Schreiadler ziehen im September nach Afrika, um dort den Winter zu verbringen.
09. November 2009 -
Im Nahen Osten sind erneut Schreiadler auf ihrem Weg in ihre afrikanischen Winterquartiere illegal abgeschossen wurden. Von vier der acht in Brandenburg mit Sendern ausgestatteten Männchen würden keine Signale mehr empfangen, so Prof. Bernd-Ulrich Meyburg, Vorsitzender der Weltarbeitsgruppe für Greifvögel und Eulen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind die seltenen Vögel Wilderern zum Opfer gefallen.
Ersten Auswertungen zufolge haben zehn besenderte Jungadler unbeschadet die für sie gefährlichen Länder Syrien, Libanon und die südliche Türkei überflogen und sind auf dem Weg in die südafrikanischen Winterquartiere. Ein Altadler ist unversehrt in Angola gelandet.
Bereits im Frühjahr war ein vor sieben Jahren von Meyburg besendertes Schreiadler-Männchen in Mecklenburg-Vorpommern verunglückt. Es wurde mit fast vollständig zerstörtem Unterschnabel gefunden. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist das Tier gegen eine Stromleitung geflogen.
NABU fordert Erhalt alter Laubwälder
Für einen stabilen Schreiadlerbestand muss die Mehrzahl der Jungvögel überleben.
Neben dem Fehlen geeigneter Brutwälder sind die Gefahren auf dem Zug in die südlichen Überwinterungsgebiete ein weiterer entscheidender Faktor für den Rückgang der seltenen Schreiadler. Derzeit brüten jedes Jahr etwa 100 Schreiadlerpaare in Deutschland, 80 davon in Mecklenburg-Vorpommern und 20 in Brandenburg. Wenn dieser ohnehin schon sehr geringe Bestand erhalten bleiben soll, muss ein Großteil des Nachwuchses überleben.
Der NABU Mecklenburg-Vorpommern setzt sich für eine naturschutzgerechte Forstwirtschaft ein. Auf seinen Eigentumsflächen werden monotone Nadelforste zu Laubwald umgewandelt und die für Mecklenburg-Vorpommern typischen Buchenwälder komplett der Nutzung entzogen. Nur so können sich alte Laubwaldbestände entwickeln, die nicht nur für den Schreiadler, sondern für eine Vielzahl weiterer Tier- und Pflanzenarten wertvolle Rückzugsräume bieten. International unterstützt der NABU seinen Partner BirdLife bei der Durchführung von Vogelschutz-Camps während der Zugzeiten. Dabei arbeiten die Vogelschützer eng mit den Polizeikräften vor Ort zusammen, um Verstöße gegen die jagdlichen Bestimmungen aufzudecken. Die Camps finden auf Malta, Zypern und in Italien statt.
Mehr zum Schreiadlerschutz in Mecklenburg-Vorpommern erfahren Sie hier.
Mehr Informationen zu den Vogelschutzcamps auf Malta und Zypern erhalten Sie hier.
110 Hektar für Schreiadler & Co
Dem NABU Mecklenburg-Vorpommern werden im Naturschutzgebiet Lieper Burg rund 110 Hektar übertragen. Damit können einzigartige Lebensräume mit ihrem speziellen Arteninventar erhalten und entwickelt werden. Auch der äußerst seltene Schreiadler brütet dort.
Mehr
Engagiert für den Pommernadler
Der begeisterte Greifvogel-Fan Markus Jais interviewte die Koordinatorin des Schreiadlerschutzprojektes Britta Gronewold. Sie erzählt, warum es der Schreiadler in Deutschland so schwer hat und was getan werden muss, damit der kleinste Adler auch bei uns eine Zukunft hat.
Mehr

NABU Regional
Service
E-Cards
Podcasts
Ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.
Desktopmotive
Verbandsnetz
Werden Sie Schutzgebietsbetreuer
Der NABU-MV sucht Schutzgebietsbetreuer für das Griever Holz. Mehr
Hilfe für den Schreiadler
Im Griever Holz brütet ein Schreiadlerpaar regelmäßig. Helfen Sie mit Ihrer Spende, dass sein Revier ungestört bleibt. Mehr


