Mecklenburg-Vorpommern.NABU.de Themen Artenschutz Überfahrene Erdkröten melden

NABU MV ruft zum Mitmachen auf

Bitte überfahrene Erdkröten melden

NABU-Aufruf zum Lurch des Jahres 2012

Erdkrötenpaar

Erdkröten

08. Februar 2012 - Die Erdkröte, Froschlurch des Jahres 2012, zählt zwar zu den häufigsten Amphibienarten in Deutschland. Allerdings wird sie bereits im Bundesnaturschutzgesetz als besonders geschützte Art aufgeführt und die Bestände sind durch verschiedene Gefährdungsfaktoren rückläufig. Die größte Gefahr liegt in der Lebensraumzerschneidung durch Straßen, wo unzählige Erdkröten jedes Jahr auf ihrer Laichwanderung ihr Leben verlieren.
Der NABU-Bundesfachausschuss und der NABU Mecklenburg-Vorpommern starten einen Meldeaufruf, um die tatsächliche Anzahl der vermutlich tausend Straßenopfer zu ermitteln. Hierfür steht im Internet unter www.amphibienschutz.de/opfer/strassenopfer.html ein Meldeformular bereit, das auch via Iphone und weiterer Smartphones aufgerufen und ausgefüllt werden kann. Um ein möglichst genaues bundesweites Ergebnis verteilt auch über ganz Mecklenburg-Vorpommern zu erhalten, bittet der NABU MV jeden um Mithilfe, der überfahrene Erdkröten sieht, diese zu zählen und anschließend zu melden.

Überfahrene Erdkröte

Überfahrene Erdkröte

Im Rahmen der Aktion ‚Lurch des Jahres 2012' möchte der NABU-Bundesfachausschuss Feldherpetologie und Ichthyofaunistik (Amphibien, Reptilien und Fische) ermitteln, wie viele Erdkröten in einer Laichperiode auf ihren traditionellen Wanderungen auf den Straßen sterben müssen. Zum Sinn der bundesweiten Aktion teilt Sascha Schleich, Sprecher des NABU-Bundesfachausschusses, mit: „Mit einer aussagekräftigen Straßenopferanzahl kann der NABU nicht nur die Behörden zu erhöhten Anstrengungen im Amphibienschutz an Straßen auffordern, sondern auch seine eigenen Aktivitäten lenken!“
Sascha Schleich erklärt: „Jedes Jahr im Frühjahr, wenn die nächtlichen Temperaturen zweistellige Grade erreichen, erwachen die Amphibien aus ihrer Winterruhe und machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Die Erdkröten unternehmen meist in größerer Anzahl diese Wanderungen zu ihren Geburtsgewässern. So kann es vorkommen, dass in einer Nacht mehrere hundert bis tausend Erdkröten Straßen, die ihren Lebensraum zerschneiden, überqueren müssen. Je nach Wetterlage dauert die Amphibienwanderung zwischen wenigen Tagen bis zu vier Wochen.“

Erdkrötenpaar am Schutzzaun

Erdkrötenpaar am Schutzzaun

„Zum Schutz vor dem Straßenverkehr werden an einigen stark betroffenen Straßenabschnitten Amphibienschutzzäune aufgestellt. Diese Zäune halten die Amphibien davon ab, die Straßen zu überqueren. Meist ehrenamtliche Naturschützer des NABU, aber auch anderer Umweltverbände sammeln so Nacht für Nacht die Tiere an den Zäunen, um sie sicher in Eimern auf die andere Straßenseite zu tragen. An stark befahrenen Straßenabschnitten, an denen solche Schutzzäune und ehrenamtlichen Hände fehlen, finden die Amphibien in großer Anzahl den Straßentod. Nicht nur das Überfahren mit dem Autoreifen ist tödlich, sondern auch die Druckluft, die bei Geschwindigkeiten von über 30 Stundenkilometer entsteht, kann die Tiere beim Vorbeifahren töten“, so der NABU-Amphibienexperte weiter.

Seit einigen Jahren betreut der NABU-Bundesfachausschuss bereits unter www.amphibienschutz.de eine Schutzzaundatenbank. In dieser öffentlichen Datenbank wird ein Großteil der Schutzzäune in Deutschland im Rahmen der jährlichen Laichwanderungen gelistet und dargestellt. Zusätzlich lassen sich weitere Zauninformationen sowie die Zahlen der ‚geretteten’ Amphibienarten eingeben und abrufen.

Für Rückfragen:
Sascha Schleich, NABU-Bundesfachausschuss Feldherpetologie und Ichthyofaunistik
Telefon: 0151-29113413 oder Email: sascha.schleich@amphibienschutz.de

Hier geht's zum Meldeformular auf www.amphibienschutz.de

Die Erdkröte ist „Lurch des Jahres 2012“Klammern statt Schmusen

In Deutschland ist die Erdkröte flächendeckend vorhanden. In ganz Mittel- und Nordeuropa, sogar bis über den nördlichen Polarkreis, sowie in Nordwestafrika ist dieser ruhige Geselle anzutreffen. Die große Zahl an Erdkröten resultiert vornehmlich aus ihrer Anspruchslosigkeit. mehr Mehr

„Vorsicht, ich bin giftig!“  / Die Rotbauchunke im PorträtFarbenfrohes Doppelleben

„Uuuh...Uuuh...Uuuh!“ An flachen Stillgewässern des Nordostens ist der Ruf im Frühjahr kaum zu überhören. Die männlichen Rotbauchunken liegen prall aufgebläht im flachen Wasser und geben Paarungsrufe von sich. Doch wehe, es droht Gefahr. Dann zeigen sie ihre rote Unterseite! mehr Mehr

Online spenden

 

NABU Regional

NABU Mecklenburg Vorpommern NABU.de

Zentren
Schutzgebiete
Gruppen

 

Service

E-Cards

Versenden Sie ganz persönliche Naturgrüße an Freunde und Bekannte

NABU E-Card

Podcasts

Ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.

NABU Podcast zum Hören

Desktopmotive

Damit Sie die Natur auch bei der Arbeit immer im Blick haben - die NABU-Desktopvorlagen.

NABU-Desktopmotive

NABU-Netz

Das gemeinsame Netzwerk für alle Aktiven in NABU, NAJU und LBV

NABU-Verbandsnetz

 

Hilfe für den Schreiadler

schreiadler

Im Griever Holz brütet ein Schreiadlerpaar regelmäßig. Helfen Sie mit Ihrer Spende, dass sein Revier ungestört bleibt. Mehr