Wo ist unser Wasser? Ein Fall im Wald
Grundschüler aus Ribnitz-Damgarten entwickeln Trickfilm
Aus Drehmaterial entworfene Rätselseite für die Schulzeitung - Foto: Löwenzahnschule Ribnitz-Damgarten
24. September 2025 - Am 3. Oktober wird der vom NABU mitentwickelte Kurzfilm „Wo ist unser Wasser?“ beim Darßer Naturfilmfestival in Prerow gezeigt. „Wir freuen uns sehr, dass der Trickfilm im Programmpunkt Natureshorts damit einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden kann“, sagt Anja Reuhl vom NABU Mecklenburg-Vorpommern.
Im Rahmen des Verbundprojekts "Vernetzte Vielfalt an der Schatzküste" entwickelten Kinder der dritten und vierten Klassen der Löwenzahnschule in Ribnitz-Damgarten gemeinsam mit dem NABU den Trickfilm "Wo ist das Wasser - Ein Fall im Wald". Ungefähr ein Jahr dauerte die Vorbereitung für den eigentlichen Dreh. Von September 2023 bis April 2024 tüftelten die Kinder und die NABU-Projektmitarbeiterinnen gemeinsam mit dem Gestaltungsbüro igel + ente daran. „Das Besondere an diesem Filmprojekt ist, dass sich die Kinder mit viel kreativem Freiraum die Geschichte, Charaktere, Dialoge, Kulisse und Geräusche selbst ausgedacht haben,“ sagt Anja Reuhl vom NABU Mecklenburg-Vorpommern. „Wir haben nur den inhaltlichen Rahmen vorgegeben.“
Die Ideen für die Tiercharaktere kamen den Kindern unter anderem bei einer Waldexkursion zu Beginn der Vorbereitungsphase. Dabei wurde ein überschwemmter Erlenbruch besucht. Auch ein Dachsbau und Spuren vom Biber wurden gesichtet. Die Kinder konnten den Einfluss des Bibers auf seine Umgebung so hautnah erleben.
Etwa 8500 Einzelbilder haben die Kinder für den Film angefertigt, hier mit NABU-Projektmitarbeiterin Juliane Brasch. - Foto: Löwenzahnschule Ribnitz-Damgarten
Weiterführend lernten die Kinder bei ihrer Recherche die Ökologie des Waldes kennen, indem sie sich mit Tieren wie Libelle, Kranich und Frosch und deren Abhängigkeit vom Wasser im Wald auseinandersetzten. Im Film zeigen die Kinder, wie wichtig der Biber und sein Damm für den Erhalt des hohen Wasserstands im Erlenbruch ist. Aber auch alte Bäume und Totholz als Bestandteil vielfältiger Waldlebensräume spielen eine große Rolle für viele Arten wie das Eichhörnchen.
Im April 2024 gipfelten die zahlreichen Ideen der Schüler:innen in einer intensiven Arbeitswoche. Die Szenen wurden gedreht, Charaktere eingesprochen, Musik und Geräusche aufgenommen, noch fehlende Kulisse gebastelt, sowie die exklusive Zeitung „Pusteblumen-News - stets am Löwenzahn der Zeit“ als tägliche Dokumentation der Arbeitswoche veröffentlicht.
Nun wird der Film am 3. Oktober 2025 um 11 Uhr beim Naturfilmfestival in Prerow/Darß aufgeführt. Bei einem Filmgespräch wird NABU-Projektmitarbeiterin Anja Reuhl anwesend sein, die die Produktion begleitet hat.
Der Trickfilm ist auf dem YouTube-Kanal des NABU Mecklenburg-Vorpommern zu sehen.
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